Für wen ist Permanent Make-up nicht geeignet?
Wann du auf Permanent Make-up verzichten solltest – und wann eine Behandlung trotzdem möglich ist
Permanent Make-up kann dir den Alltag enorm erleichtern und für ein dauerhaft schönes, gepflegtes Aussehen sorgen.
Trotzdem ist diese Behandlung nicht für jede Situation oder jeden Gesundheitszustand geeignet.
In meinem Studio für Permanent Make-up in Frankfurt prüfe ich vor jeder Behandlung ganz genau, ob die Voraussetzungen gegeben sind. Denn deine Sicherheit, Hautgesundheit und ein perfektes Ergebnis stehen immer an erster Stelle.
In diesem Beitrag erfährst du, wann Permanent Make-up nicht geeignet ist – und wann eine Behandlung individuell möglich sein kann.
Wann ist Permanent Make-up nicht geeignet?
Es gibt bestimmte Situationen, in denen ich eine Behandlung nicht durchführen darf oder bewusst davon abrate.
1. Aktive Hauterkrankungen oder Entzündungen
Wenn deine Haut im Behandlungsbereich aktuell gereizt oder entzündet ist, solltest du unbedingt warten. Dazu zählen unter anderem Ekzeme, Neurodermitis in aktiver Phase, Schuppenflechte oder auch Hautausschläge und Infektionen. Gerade beim Permanent Make-up Lidstrich sollte die Haut im Augenbereich vollständig gesund sein.
Die Haut kann das Pigment in diesem Zustand nicht gleichmäßig aufnehmen, außerdem ist das Risiko für Reizungen und Komplikationen deutlich erhöht.
2. Schwangerschaft und Stillzeit
Während der Schwangerschaft und Stillzeit verzichte ich grundsätzlich auf Permanent Make-up. Dein Körper befindet sich in einer hormonellen Ausnahmesituation, wodurch die Haut empfindlicher reagieren kann.
Auch die Ergebnisse können unvorhersehbarer sein – deshalb steht hier immer die Sicherheit über allem.
3. Neigung zu Keloidnarben
Wenn deine Haut dazu neigt, überschießende Narben (Keloide) zu bilden, ist eine Pigmentierung nicht empfehlenswert. Da beim Permanent Make-up gezielt kleine Hautverletzungen entstehen, kann es in solchen Fällen zu sichtbaren Narbenbildungen kommen, die das ästhetische Ergebnis deutlich beeinträchtigen können.
Auch medizinische Fachquellen, wie Informationen der U.S. Food and Drug Administration, weisen darauf hin, dass Tätowierungen – und damit auch Permanent Make-up – Hautreaktionen und Narbenbildungen auslösen können.
4. Akute Infektionen oder geschwächtes Immunsystem
Wenn dein Körper aktuell geschwächt ist – zum Beispiel durch einen Infekt oder eine Erkrankung – sollte keine Behandlung durchgeführt werden.
Die Heilung kann in dieser Phase deutlich langsamer verlaufen und das Endergebnis negativ beeinflussen.
Wann ist Permanent Make-up nur eingeschränkt geeignet?
Es gibt viele Fälle, in denen Permanent Make-up nicht ausgeschlossen ist, aber eine individuelle Einschätzung notwendig ist.
Genau so arbeite ich auch in meinem Studio:
Erst prüfen – dann entscheiden.
1. Blutgerinnungsstörungen & Medikamente
Wenn du blutverdünnende Medikamente einnimmst oder eine Gerinnungsstörung hast, kann es während der Behandlung zu stärkeren Blutungen kommen. Das beeinflusst die Pigmentaufnahme und kann das Ergebnis ungleichmäßig machen.
Eine ärztliche Rücksprache ist hier sinnvoll.
2. Diabetes
Bei gut eingestelltem Diabetes ist Permanent Make-up in vielen Fällen problemlos möglich. Wichtig ist jedoch, dass deine Werte stabil sind und die Wundheilung gut funktioniert.
Aus meiner Erfahrung können auch hier sehr schöne Ergebnisse erzielt werden – mit der richtigen Einschätzung im Vorfeld.
3. Autoimmunerkrankungen
Bei Erkrankungen wie Hashimoto oder anderen Autoimmunerkrankungen kann die Haut sensibler reagieren und die Heilung länger dauern.
Eine Behandlung ist oft möglich, sollte aber immer individuell bewertet werden.
4. Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Wenn dein Blutdruck oder Herz-Kreislauf-System gut eingestellt ist, spricht oft nichts gegen eine Behandlung. Dennoch kann es zu stärkeren Reaktionen oder Blutungen kommen, die das Ergebnis beeinflussen können.
5. Empfindliche Haut oder Allergieneigung
Empfindliche Haut bedeutet nicht automatisch, dass Permanent Make-up nicht möglich ist. Allerdings kann die Haut stärker reagieren oder länger zur Heilung brauchen.
Deshalb ist eine individuelle Beratung hier besonders wichtig.
6. Krebsbehandlung oder Chemotherapie
Während einer laufenden Therapie führe ich keine Behandlung durch. Nach Abschluss kann Permanent Make-up jedoch eine sehr schöne Möglichkeit sein, das eigene Erscheinungsbild wieder zu stärken.
Mein Fazit aus der Praxis
Permanent Make-up ist keine Standardbehandlung, sondern immer eine individuelle Entscheidung.
Es gibt klare Fälle, in denen ich nicht behandle – und viele Situationen, in denen wir gemeinsam entscheiden, was sinnvoll ist. Genau dieses Vorgehen ist auch ein fester Bestandteil meiner Arbeit und entspricht den medizinischen und fachlichen Anforderungen an eine sichere Behandlung .
Deine Gesundheit und ein natürlich schönes Ergebnis stehen dabei immer im Mittelpunkt.
Unsicher, ob Permanent Make-up für dich geeignet ist?
Wenn du dir nicht sicher bist, ob eine Behandlung für dich infrage kommt, ist das völlig normal.
Ich nehme mir Zeit für dich, schaue mir deine Haut genau an und erkläre dir ehrlich, was möglich ist – und was nicht.
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